Archiv für Februar, 2011

Darum können Ethanol-Kamine gefährlich sein

Hersteller von Ethanol-Kaminen versprechen wohlige Kamin-Atmosphäre zu  günstigen Preisen. Als Tisch- oder Wandkamine sind sie genehmigungsfrei und unterliegen nicht der Feuerstättenverordnung, weil sie wie Kerzen oder Fonduegeräte eingestuft werden.
Über die Gefahren dieser Kamine, die mit einem Alkoholgemisch betrieben werden, wird in den Medien berichtet. Denn diese Dekofeuer können zur reinsten Feuerfalle für Menschen werden.

1.    Ethanol-Tischkamine kommen häufig aus Fernost und sind nicht TÜV-geprüft. Sie können leicht umgestoßen werden. Es reicht unter Umständen das Schwanzwedeln eines Haustieres.
Entzündet sich die verschüttete Flüssigkeit an einem Funken, wird die unmittelbare Umgebung sofort in Brand gesetzt.
2.    Ethanol Kamine dürfen nur nachgefüllt werden, wenn die Flamme erloschen ist. Bei vielen Fabrikaten kam es zu tragischen Unfällen, weil Restflammen im Inneren des Kamins von Benutzern übersehen wurden, die Reste von Ethanol verbrannten.
3.     Häufig kommt es zur Verpuffung beim Nachfüllen, also vergleichbar als wenn man in die Glut eines Grills Spiritus nachfüllt.
4.    Viele Anbieter versprechen, dass eine Heizwirkung durch den Kamin erzeugt wird. Im Prinzip ist das nicht falsch. Jedoch entsteht beim Verbrennen von Ethanol Kohlenstoffdioxid. Regelmäßiges Lüften ist deshalb notwendig, was jeden Heizeffekt zunichte macht.