Archiv für Januar, 2011

Wussten Sie, dass Sie durch optimale Luftfeuchtigkeit sparsamer heizen können?!

Das menschliche Wärmegefühl wird durch die herrschende Temperatur und die Luftfeuchtigkeit bestimmt. Beträgt der Anteil der Luftfeuchte im Wohnbereich rund 60 Prozent, empfinden die meisten Menschen bereits 20 Grad Celsius als angenehm warm.

Im Vergleich dazu: Liegt die Luftfeuchtigkeit bei rund 30 Prozent, tritt das gleiche wohlige Wärmegefühl erst bei etwa 23 Grad Celsius ein. Das rechnet sich: Pro Grad Drosselung der Heiztemperatur spart man 6 Prozent Heizkosten.

optimale Luftfeuchtigkeit

Optimale Luftfeuchtigkeit

Aber Vorsicht: Mehr als 60 Prozent Luftfeuchtigkeit für Wohnräume ist nicht empfehlenswert, denn es können sich Schimmelpilze bilden.

Um die Feuchtigkeitswerte zu ermitteln, empfiehlt sich ein Hygrometer.

So helfen Sie Schimmel zu vermeiden

In jeder zehnten Wohnung lauert die Gefahr von Schimmelpilzen. Auf etwa 200 Millionen Euro beziffern Fachleute die jährlichen Kosten, die durch Schimmelpilzschäden hervorgerufen werden. Mindestens genauso alarmierend sind gesundheitliche Beeinträchtigungen, die dadurch entstehen können. Durch richtiges Heiz- und Lüftungsverhalten vermeiden Sie diese Schäden.
Wir haben Ihnen die wichtigsten Ratschläge für ein gesundes Raumklima zusammengefasst.

Zur Erklärung von Feuchtigkeitsschäden und Schimmelpilzen:

1. Warme Luft bindet mehr Feuchtigkeit als kalte Luft. Werden zum Beispiel Schlaf- und Wohnzimmer unterschiedlich stark beheizt, dringt die warme feuchte Luft in kühlere Räume und die Feuchtigkeit schlägt sich auf den Wänden nieder. Ein Vergleich: Wenn Sie in der gut geheizten Küche eine kalte Limonadenflasche aus dem Kühlschrank nehmen, können Sie beobachten, wie sich sofort die Feuchtigkeit auf der Flasche niederschlägt.

2. Generell gilt, dass die Raumfeuchtigkeit nicht über 60 Prozent liegen sollte. Denn  Kondenswasser entsteht, weil die Luft nur ein begrenztes Maß an Feuchtigkeit aufnehmen kann. Wird diese Grenze überschritten, schlägt sich die Feuchtigkeit an der kältesten Stelle im Zimmer nieder und kann zu Feuchtigkeitsschäden führen.

3. Schimmelpilze wachsen, wo sich feuchte Luft an kalten Oberflächen niederschlägt. Dafür reicht, wenn die relative Luftfeuchtigkeit  längere Zeit 70 bis 80 Prozent beträgt. Schimmel versteckt sich dort, wo keine Luft zirkuliert.

So lüften Sie richtig:

Richtig Lüften

Richtig Lüften

1.    Lüften Sie ausreichend und verringern Sie die Luftfeuchtigkeit.
Idealerweise lüften Sie drei- bis vier Mal am Tag. Sind Sie tagsüber außer Haus, sollten Sie wenigstens zwei Mal am Tag – morgens und abends – Stoßlüften und einen Durchzug erzeugen. Besonders morgens sollten Sie gründlich lüften. Denn durch die Verdunstung von Körperflüssigkeiten wird nachts viel Feuchtigkeit an die Luft abgegeben.
Als Faustregel gilt: Je kühler die Zimmertemperatur, desto öfter muss gelüftet werden.
1.    Stoßlüften ist effektiver als Dauerlüften.
Durch Stoßlüften – also Lüften bei weit geöffnetem Fenster – wird die Raumluft komplett ausgetauscht. Dauerlüften hingegen birgt die Gefahr der Auskühlung des Raumes und der Tauwasserbildung.
2.    Türen zwischen unterschiedlich beheizten Räumen geschlossen halten.
Sonst kann die aufgeheizte Raumluft in kühle Räume gelangen und es kommt zum Kondensatoreffekt: die Feuchtigkeit kondensiert an kühlen Stellen im Raum.
3.    Geben Sie Ihren Möbeln Freiraum.
Ihre Möbel sollten in einem Mindestabstand von zwei bis vier Zentimetern zur Wand stehen. So kann die Luft zirkulieren und die erhöhte Gefahr der Schimmelpilzbildung wird gedämmt.
4.    Lüften Sie vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit.
Nach dem Kochen, Duschen, Wäschetrocknen und Bügeln in den Wohnräumen erhöht sich die Luftfeuchtigkeit beträchtlich. Lüften Sie zusätzlich während dieser Perioden.
5.    Achten Sie auf Ihre Luftfeuchtigkeit im Raum.
Die Luftfeuchtigkeit in einem Raum sollte nicht mehr als 60 Prozent betragen. Ein Messgerät, das Hygrometer, misst nach Bedarf die Luftfeuchte. Befeuchten Sie die Raumluft nur, wenn es notwendig ist.
Dies ist der Fall, wenn die Luftfeuchtigkeit in einem Raum unter 25 Prozent beträgt. Auch hier kann man ein Hygrometer nutzen.