Archiv für August, 2010

Einer für Alle

Der Umgang mit Holzkaminen erfordert fachliche Kenntnisse und Erfahrung.

Auch wenn man die bautechnischen und monetären Voraussetzungen zum Einbau eines Kamins beiseite lässt, ist der sichere und kompetente Umgang mit einem Holzkamin lebensnotwendig. Singles, Alleinerziehende und viele Stadtbewohner im Allgemeinen besitzen diese praktischen Fertigkeiten nicht.

Um aber möglichst vielen den Wunsch nach diesem besinnlichen Objekt zu ermöglichen, schließt der E-Kamin diese Lücke. Er erfüllt, neben vergleichsweise geringen Anschaffungskosten, optimal den Wunsch nach häuslicher Instant-Entspannung und kann problemlos von jedem bedient werden.

Der Elektrokamin als Objekt

So wie der italienische Hersteller Alessi simple Gebrauchsgegenstände wie eine Käsereibe zum Objekt macht, hat sich der Wunsch auf Gestaltung von Objekten durchgesetzt.

Wohnaccessoires werden sichtbarer und in ihrer Funktionalität aufgewertet. Gleichzeitig ist die eindimensionale Funktionalität eines Objekts nicht mehr ausreichend. Wohnaccessoires sollen gleichermaßen funktional und dekorativ sein.

Beim Rückzug in die eigenen vier Wände wird nicht nur aufgetankt, sondern generell ist das Zuhause interaktiver geworden. Das Kino wird zum DVD-Abend mit Freunden nach Hause geholt, statt Restaurant wird zum gemeinsamen Kochen in die Wohnküche geladen, gemütliche riesige Sofalandschaften laden zu langen Abenden und ausführlichem Plaudern ein.

Dazu passen besinnliche Stunden vor dem Kamin. Der Elektrokamin erzeugt Besinnlichkeit auf Knopfdruck. So ist das Sinnbild der gemeinschaftlichen Entspannung sicher und unproblematisch zu haben.

Kamin gucken statt Fernsehen

Die Notwendigkeit, zu Hause wieder aufzutanken und zu entspannen, ist größer geworden. Ob am Arbeitsplatz, im Supermarkt, in der U-Bahn oder unterwegs, stets lauern Reize und Informationen – sowohl werblicher als auch informativer Natur. Ständig ist man gezwungen, zwischen vielen Alternativen zu wählen und sich zu entscheiden.

Der Rückzug ins Häusliche ist zugleich notwendig, um wieder aufzutanken und gewappnet durch unser Informationszeitalter zu bewegen. Um zu sich zu kommen, ist Fernsehen – die beliebteste Freizeitbeschäftigung der Deutschen – nachweislich wenig förderlich. Den Blick – sozusagen meditativ – in das Flammenspiel eines Kamins zu richten,verhilft zu nachhaltiger Regeneration.

Wärme als Instantlösung

Frühe Heimeligkeit

Unsere Zeit ist schnelllebiger und flüchtiger geworden. Fand früher der Wochenhöhepunkt nach der Kirche beim sonntäglichen Mittagessen statt, ist der tägliche Genuss heute selbstverständlich geworden. Lebensqualität im Sinne von Tageshöhepunkten zieht sich durch unseren Alltag:  Schön und abwechslungsreich essen will man täglich und Sprints von Highlight zu Highlight sind nicht ungewöhnlich.

Für die meisten Paare ist es heute selbstverständlich, gemeinsam zum Einkommen beizutragen und die Kinder zusammen großzuziehen. Im Gegensatz zu früher erledigen die meisten Frauen (und Männer) die Hausarbeit heute nebenbei nach der Rückkehr vom Arbeitsplatz. Das heißt, die Aufgaben haben sich zum einen multipliziert und zum anderen lösen sich alte Rollenmuster auf. Dieses veränderte Rollenverständnis führt gleichzeitig zu einem ökonomischeren Umgang mit Zeit im Wohnbereich. Denn mehr Aufgaben müssen in kürzerer Zeit erledigt werden.

Statt Kartoffeln zu schälen, werden mit wenigen Handgriffen Instant-Gerichte auf den Tisch gebracht. Zur Unterstützung eines guten Zeitmanagements werden im Wohnbereich Geräte eingesetzt, die auf Knopfdruck arbeiten, wie die Waschmaschine und der Trockner. Auch die Heizung wärmt auf Knopfdruck.

Auf Knopfdruck

Selbst der wird überflüssig, wenn ein Thermostat installiert wurde. Es gehört zum Selbstverständnis unseres Alltags, die schnelle und problemlose Umsetzung unserer Bedürfnisse zu bekommen. Und wir schaffen uns ein hohes Maß besinnlicher Situationen. Der E-Kamin bedient genau diese Erwartungshaltung.

Das Entspannungsmoment vor dem Kamin zu sitzen kann zur Dauereinrichtung werden – je nach Bedarf und Tagesverfassung. Dieser Genuss ist sofort per Knopfdruck hergestellt.

Und täglich grüßt das Flammenspiel

Gemeinsam vorm Kamin

Als Vorbehalt gegenüber E-Kaminen wird häufig genannt, sie simulierten lediglich den optischen Eindruck eines Holzfeuers und ein sinnliches Erleben würde geschmälert. Dagegen bemängeln Hersteller von E-Kaminen bei Holzkaminen die mangelnde Sicherheit und Verschwendung fossiler Brennstoffe. Die Gegenüberstellung dieser Argumente ließe sich beliebig fortsetzen. Viel interessanter als das Für und Wider von echtem versus künstlichem Feuerschein ist die Entwicklung der Möglichkeit, ein Flammenspiel als täglich verfügbares Entspannungsmoment zu haben. Es gibt viele Gründe, warum das Bedürfnis nach Entspannung so wichtig geworden ist bzw. im eigenen Wohnbereich eine besinnliche Atmosphäre zu schaffen und durch Symbole diese Entspannungssituation zu verstärken. Und auf welche Weise hat sich der Anspruch entwickelt, alles schnell, jederzeit, sicher und für jeden erreichbar haben zu wollen. 

Der Elektrokamin mit Zweifachwirkung

Absolute Entspannung

Neben handelsüblichen Flachheizkörpern ist die offene Feuerstelle zumeist als kostspieliger Holzkamin Symbol für archaische Besinnlichkeit geblieben.

Die räumliche Gestaltung wird auf die Platzierung eines Kamins entsprechend abgestimmt, sodass er von allen Raumachsen gesehen werden kann. Dagegen ist es derzeit für die Platzierung von Flachheizkörpern besonders charakteristisch, sie nicht ins Sichtfeld zu rücken. Der E-Kamin füllt hier eine wichtige Lücke. Um einen Raum dekorativ und mit erschwinglichem finanziellem Aufwand aufzuwerten, eignet er sich genauso wie als vollwertiges Heizsystem. Diese Doppelfunktion – also zu heizen und zu schmücken –  erfüllt die Sehnsucht des Menschen nach innerräumlichen Ruhepunkten.

Atmosphärische Lichtspiele, also z.B. das Flammenspiel zu betrachten und an einem gemütlichen warmen Ort zu verweilen, macht diese besondere Qualität aus.

Am Anfang war die Feuerstelle

Der Anfang des kulturellen Lebens ist eng mit der Feuerstelle verbunden. Bereits vor 80 000 Jahren versammelten sich die Menschen um das Feuer.

Gemütlicher Platz am Herd

Neben dem lebensnotwendigen Schutz vor wilden Tieren und Kälte, war die Feuerstätte bereits zu jener Zeit Sinnbild für Gemeinschaft und Gespräch.
Dass die Faszination des Feuers bis heute ungebrochen ist, gehört zu den archaischen Überbleibseln.

Feuerwarm

Die Inszenierung des Feuers und seine Ritualisierung kennt jeder: Das Osterfeuer, das Lagerfeuer und das abendliche gemeinsame Sitzen um ein Grillfeuer, das gerade in den letzten Jahren in den Großstädten bei warmen Temperaturen stark zugenommen hat.

Was macht eigentlich ein Stubenhocker?

Stubenhocker

Trendforscher bezeichnen den menschlichen Wunsch nach Nestwärme als Cocooning, also als das Einspinnen in die eigenen vier Wände. Mit dieser Wortschöpfung wird deutlich, wie sich die Einstellung zum Wohnen verändert hat. Denn Cocooning ist nichts anderes als die Aufwertung des früher abschätzig bezeichneten Stubenhockers.
Ebenso naturbedingt bei Mensch und Tier ist der Nestbautrieb. In diesem Zusammenhang hat sich jüngst der Trendbegriff „Homing“ etabliert und meint das gemütliche Wohnen im eigenen Stil. Dafür werden Feng Shui Berater und Inneneinrichter konsultiert und selbst für Entrümpelung und Aufräumen ist eine Dienstleisterbranche entstanden.
Neben dem Wunsch, eine schöne und vorzeigbare Wohnumgebung zu besitzen, geht es beim individuellen Wohnen darum, persönliche Akzente zu setzen.

Wärme wird unsichtbar

Wohnkultur ist mit Wärme eng verbunden.

Wärme wird unsichtbar

Anschaulich wird dies anhand der Entwicklung der offenen Feuerstelle: Vom traditionellen offenen Kamin hin zum Kachelofen und schließlich zu allen handelsüblichen Flachheizkörpern wird deutlich, wie sich Heizobjekte kontinuierlich verschlankt haben und damit zunehmend „unsichtbar“ wurden. Davon zeugt auch die Nachfrage nach Heizungsverkleidungen. Durch die bürgerliche Kultur des „Homing“ wurden Heizkörper als Subjekt neu entdeckt und wiederum Gegenstand von Gestaltung.
Die Entwicklung und die wachsende Nachfrage von E-Kaminen korrespondiert mit diesen tiefgreifenden Veränderungen unserer Lebensgewohnheiten und Lebenshaltungen.

Bühne frei für Wohnkultur

Die Entwicklung der Wohnkultur ist ein dynamischer Prozess, der damit einher geht, dass sich der Wohnbereich zu einem wichtigen Lebensmittelpunkt entwickelt hat.

Planung

Er ist laufenden Trends unterworfen. Gleichzeitig ist er ein Objekt für Gestaltung. Denn der relative materielle Wohlstand in den westlichen Ländern hat auch dazu geführt, dass man es sich leisten kann, das Heim zum Spiegelbild der eigenen Persönlichkeit zu machen.

Das heißt, der Wohnbereich wird für den Lebensstil als Bühne genutzt, um die individuelle Lebensweise zu präsentieren. Nicht selten ist das Heim ein Ventil für Persönlichkeitsentfaltung. Bei der Gestaltung des häuslichen Bereichs wird dabei häufig auf fachliche Unterstützung z.B. von Innenarchitekten, Feng Shui Beratern und Entrümplern zurückgegriffen.
Darüber hinaus hat sich der häusliche Bereich in den westlichen Nationen als wichtiger Rückzugsort entwickelt.

at home

Das Heim wird zum Refugium, um wieder aufzutanken. Ansprechend gestaltete und ökonomisch arbeitende Wärmequellen  sind in diesem Zusammenhang die Voraussetzung, um eine entspannte und gemütliche Atmosphäre schaffen zu können.