Warum Frauen immer frieren und wie man trotzdem einvernehmlich heizen kann

„Fenster zu, es ist kalt!“ Dass Frauen in Büros häufiger über Kälte schimpfen und die männlichen Kollegen dies nicht verstehen können, ist bekannt.

Aber warum empfinden Männer und Frauen Temperaturen so unterschiedlich? Und in welchem Verhältnis stehen  gemessene und gefühlte Temperatur? Des weiteren soll geklärt werden, welche Kriterien eine Behaglichkeitstemperatur im häuslichen Bereich bestimmen und welche Innovationen die Elektroheizungsbranche bieten kann.

Neben allen Missverständnissen zwischen Mann und Frau, ist es in diesem Zusammenhang tatsächlich kein männliches Vorurteil, dass Frauen schneller frieren als Männer. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen.

Bei Männern sorgt das Hormon Testosteron für mehr Muskelaufbau. Das Verhältnis von Muskel zu Fettanteil ist wesentlich höher als bei Frauen. Im Schnitt verfügen sie über 40 Prozent, Frauen lediglich über 25 Prozent. Da Muskeln ständig Wärme erzeugen, haben Männer einen größeren Wärmevorrat. Und darüber hinaus sind Männer im wahrsten Sinne dickhäutiger. Die dickere Haut verringert die Wärmeabstrahlung.

Die weiblichen Hormone dagegen sorgen dafür, dass ab 15 Grad mehr die inneren Organe durchblutet werden auf Kosten der Versorgung der äußeren Bereiche des Körpers.

Wärmen

Wärmen

Neben diesen geschlechtsspezifischen Unterschieden spricht man häufig von gefühlter Temperatur, die im männlichen und weiblichen Empfinden erheblich unterschiedlich sein kann. Wetterexperten meinen damit die wahrgenommene Umgebungstemperatur, die sich aber auch tatsächlich durch objektive Messwerte bestimmen lässt. Dazu zählen: Lufttemperatur, Luftfeuchte und –strömung sowie Strahlungstemperatur, die das Temperaturempfinden bestimmen.

Der Deutsche Wetterdienst nutzt hier das Klima-Michel-Modell als Energiebilanzmodell des Menschen. Es beschreibt das Temperaturempfinden eines so genannten Durchschnittsmenschen und integriert die genannten Umgebungsfaktoren als Ganzes. Für diesen Durchschnittsmenschen, Michel genannt, liegen folgende Annahmen zugrunde: Er ist 1,75 Meter, wiegt 75 Kilogramm und ist 35 Jahre alt.

Ein Unterbegriff zur gefühlten Temperatur ist die Behaglichkeitstemperatur. Im Bereich der Innenräume steht sie für die gefühlte Temperatur, bei der sich – statistisch gesehen – die meisten Menschen wohlfühlen.

Für Innenräume wird sie nach DIN EN ISO 7730 definiert und ist ein wichtiger Richtwert, um ein gesundes und angenehmes Raumklima zu bestimmen. Dabei liegt die ideale Temperatur bei 21 Grad z.B. in Wohn- und Arbeitsräumen, wenn die Bewohner sitzen und  bekleidet sind. Für die Hauptnutzzeiten im Bad liegt die Temperatur bei 23 Grad, während sie im Schlafzimmer zur Ruhezeit zwischen 16 und 18 Grad sein kann.

Mit intelligenten und leistungsstarken Regelsystemen kann der Heizbedarf punktuell ausgesteuert und kostensparend eingestellt werden. Im Bereich der Elektroheizungssysteme bieten dazu ausgewählte Unternehmen Heizthermostate, die die gewünschte Wärme regulieren und sehr genau arbeiten sowie für einen sparsamen Verbrauch sorgen. Wird darüber hinaus mit Strom aus regenerativen Quellen geheizt, ist eine optimale Energieeffizienz bzw. klimaneutrales Heizen gesichert – und damit auch ein sparsamer Umgang mit Ressourcen.

Neben der Lufttemperatur steht das Behaglichkeitsgefühl in Räumen in Wechselwirkung mit weiteren Faktoren: Dazu gehört die Luftfeuchte, Luftströmung und die Temperatur der Wand- und Verglasungsflächen. Auch die Raumausstattung mit Teppichen und Wandfarben beeinflussen das Wärmeempfinden. Als deutscher Marktführer im Direktvertrieb von Elektroheizsystemen empfiehlt das WIBO-WERK  auf Folgendes zu achten.

Für die optimale Fußwärme eines Raumes empfehlen sich Heizkörper, die ein sehr gutes Verhältnis von Konvektions- und Strahlungswärme gewährleisten. Denn ein fußkalter Raum wird schneller insgesamt als kühl empfunden. Um für eine angemessene Luftfeuchte zu sorgen, sind besonders Geräte mit integrierten Luftbefeuchtern zu empfehlen.

Starke Luftströmungen werden als lästig und störend empfunden. Hier sollte beim Kauf auf Heizkörper geachtet werden, die zwar eine hervorragende Konvektion garantieren, dies den Kunden aber im wahrsten Sinne des Wortes nicht spüren bzw. „um die Ohren wehen lassen“.

Schließlich unterstützen „warme“ Wandfarben und Teppiche aus Naturmaterialien ein subjektives Behaglichkeitsgefühl.

Wenn sich nun die Kollegin durch diese Argumente für optimale Raumtemperaturen nicht beeindrucken lässt, bleibt als Alternative nur: hitzige Diskussionen und Kniebeugen am Schreibtisch.

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